Eine Mischung aus Albert Einstein und Harry Potter - das ist eine weit verbreitete Alltagsvorstellung von einem Genie, einem Hoch-Begabten. Solche Menschen sind neugierig, lernen schneller als Gleichaltrige, verfügen über hervorragende analytische Fähigkeiten und entwickeln eine überlegene Rhetorik.
Diese Merkmale reichen jedoch für eine eindeutige Definition des Begriffes Hochbegabung keineswegs aus. Bei der Vielzahl von psychologischen Modellen hat man sich darauf verständigt, Hochbegabung mit Hilfe der kognitiven Intelligenz zu definieren. Darunter versteht man die Fähigkeit, sich in neuen Situationen effektiv durch Einsicht zurecht zu finden oder Aufgaben durch Denken zu lösen. Dies wird durch das schnelle Erfassen von Beziehungen ermöglicht, nicht durch Erfahrung.
Für die kognitive Intelligenz eines Menschen gibt es kein absolutes Maß mit einem zugehörigen Messgerät, wie etwa Körpergewicht und Waage. Vielmehr ist der sogenannte Intelligenzquotient (IQ) ein relativer Wert, der durch den statistischen Vergleich der kognitiven Leistungsfähigkeit einer Gruppe ermittelt wird.